day 1

Posted on July 4th, 2017 by Schrüppe McIntosh

Europa, Asien und Afrika an einem Tag -es ist soweit. Der Countdown ist abgelaufen, unsere Webseite www.future-textile-works.com online, Patrick und ich unterwegs.

Unseren ersten Beitrag verfassen wir auf dem asiatischen Kontinent. Wir sind am Flughafen in Abu Dhabi (übersetzt "Vater der Gazelle") und überbrücken die Wartezeit zum nächsten, letzten und längsten Fluges. 8Stunden und 20 Minuten bis Johannesburg.

 

Im November 2016 habe ich angefangen die Idee zu diesem Projekt zu entwickeln.

Diese Phase war umfassend - Team aufstellen, Projektidee ausformulieren, Art der Dokumentation festlegen, Afrikaans lernen- zumindest das, was zeitlich möglich war.

 

Ich habe meine Planung im Rahmen eines Forschungskolloquiums vorgestellt, die sich mit Forschung und Methodik auskennen, um vorab Kritik zu bekommen- was ich Jedem nur empfehlen kann- das war mir unglaublich hilfreich. Förderanträge schreiben, Technik besorgen, Versicherungen abschließen, Interviews und Routen vorbereiten und nicht zuletzt die besorgten Muttis beruhigen .... und schlußendlich – die Flüge für meine Crew buchen.

 

Und trotzdem: ich fühle mich ganz schön unvorbereitet!

 

Die letzten zwei Wochen sind im wahrsten Sinne einfach an mir vorbei gezogen. Neben der Vorbereitung von Semesterabgaben habe ich die Packlisten erstellt und dann zusammengeborgt. Danke an alle, die uns beborgt haben... und so war bis auf die letzte Minute natürlich immer noch irgendwas zu tun ... Bis auf eine Situation, in der ich am Flughafen meine Wanderschuhe im Rahmen einer Kontrolle ausziehen und einer Frau meine Stinkesocken abpiepen musste, war bisher alles super.

 

Kurz zusammengefasst, der erste Tag:

 

Berlin- Belgrad 977 km

Belgrad- Abu Dhabi 3817 km

Abu Dhabi- Johannesburg 6306 km

 

 Nachtrag, 22:23h

 

Ich habe es endlich ins Bett geschafft. Der erste Abend in Lebos Backpackerhostel in Soweto liegt hinter uns. Und - das hätte ich gar nicht erwartet- ich habe direkt schon selbstgebrautes Bier probieren können. Das ging heute in einem Emailleeimer von Person zu Person. Mir sind auf jeden Fall schon direkt auch ein paar Dinge aufgefallen, die hier ganz anders laufen. Begrüßung und Abschied spielen hier eine ganz andere Rolle. Man ist sich insgesamt viel näher. Und es ist auch lauter in den Gesprächen. Ansonsten sind wir leider im dunklen angekommen. Und direkt an brennenden Häusern in Johannesburg vorbeigefahren worden. Ich bin ganz dankbar, dass wir vom Flughafen abgeholt worden sind und ich mich nicht mit einem Mietauto und dem linksverkehr selbst probieren musste.

Ich bin sehr gespannt alles morgen im Licht zu sehen. Bisher fühle ich mich überhaupt nicht weit von Zuhause weg und sehr sehr wohl.

 

 


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